Keine Stadt zelebriert Kunst wie Paris, und diese Woche hat die Stadt besonders viel zu bieten. Eine große Renoir-Retrospektive zieht die Besucher ins Musée d'Orsay, eine bedeutende Alexander-Calder-Ausstellung ist in der Fondation Louis Vuitton zu sehen, die herausragenden Dauersammlungen zeigen sich von ihrer schönsten Sommerseite, und am Sonntag, den 7. Juni, haben viele der nationalen Museen freien Eintritt für alle. Hier ist Ihr Leitfaden zur Kunst und zu den Ausstellungen in Paris in der Woche vom 1. bis 7. Juni 2026: die großen Schauen, die Sammlungen, für die sich eine Vorab-Buchung lohnt, der freie Eintrittstag und Pariser Cabarets als weitere großartige Bühne der Stadt. Preise sind in Euro und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Für alles andere, was diese Woche in der Stadt geboten wird – von Roland-Garros bis zur Seine – besuchen Sie unseren Paris-Veranstaltungsguide.
Pariser Kunsthighlights der Woche auf einen Blick. Das Highlight der Saison ist Renoir and Love im Musée d'Orsay, während die Fondation Louis Vuitton eine große Calder-Retrospektive zeigt – am Samstag, den 6. Juni, ist der nächtliche Zugang zur Nuit Blanche kostenlos von 20 bis 24 Uhr. Der Louvre, das Orsay, die Orangerie und das Picasso Museum sind alle geöffnet und in Bestform. Am Sonntag, den 7. Juni, sind die nationalen Museen gratis zugänglich – eine Reservierung im Voraus wird empfohlen. Wichtig zu wissen: Das Centre Pompidou ist wegen einer umfangreichen Renovierung geschlossen; ein Besuch dort lohnt sich dieses Jahr nicht einzuplanen.
Die großen Ausstellungen dieser Woche
Die Ausstellung, über die derzeit alle sprechen, ist Renoir and Love. A Joyful Modernity im Musée d'Orsay – ein umfassender Blick auf die zärtlichsten und lichtdurchfluteten Jahre des Malers, zu sehen bis zum 19. Juli, mit reserviertem Zugang ab €14. Das Orsay, untergebracht in einem umgebauten Beaux-Arts-Bahnhof, der selbst ein Meisterwerk ist, beherbergt zudem die bedeutendste Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Kunst weltweit – allein die Dauerausstellung ist die Reise wert. Das Museum ist dienstags bis sonntags geöffnet, montags geschlossen, und donnerstagabends bis spät in den Abend zugänglich.
Im Bois de Boulogne zeigt die Fondation Louis Vuitton Calder. Rêver en équilibre, eine große Retrospektive anlässlich des hundertjährigen Jubiläums von Alexander Calders Ankunft in Frankreich, zu sehen bis August. Das Gebäude von Frank Gehry ist selbst ein Kunstwerk, und diese Woche beteiligt sich die Fondation an der Nuit Blanche mit kostenlosem nächtlichem Zugang von 20 bis 24 Uhr am Samstag, den 6. Juni – eine seltene Gelegenheit, eine weltklasse Ausstellung nach Einbruch der Dunkelheit und kostenlos zu erleben.
Die großen Sammlungen – Vorab-Buchung empfohlen
Dann gibt es die Häuser, um die man eine ganze Reise plant. Der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt und Heimat der Mona Lisa sowie der Venus de Milo, ist ab €42 zugänglich – Tickets mit reserviertem Einlass sind der einzig vernünftige Weg, das Museum zu betreten. Nur wenige Schritte entfernt in den Tuilerien lässt die Orangerie die Besucher in zwei ovalen Sälen in Monets Seerosen eintauchen, die eigens für diese Räume geschaffen wurden – ab €15. Im Marais bewahrt das Picasso Museum die weltgrößte Sammlung seiner Werke ab €16, und auf der anderen Seite der Seine lädt das Rodin Museum dazu ein, einen Skulpturengarten mit dem Denker zu erkunden – ab €15.
Für Neugierige gibt es noch viel mehr zu entdecken. Das Musée du quai Branly, Jean Nouvels Museum für indigene Kunst aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika, liegt hinter einer lebendigen Pflanzenwand an der Seine – ab €15. Auf der anderen Seite, bei Les Invalides, beleuchtet das Armeemuseum und Napoleons Grab unter einer goldenen Kuppel die französische Militärgeschichte – ab €17. Wer es etwas verspielter mag, ist im Grevin Wachsfigurenkabinett auf den großen Boulevards genau richtig – ab €20. Das Schöne an Paris ist, dass große Kunst nie weit entfernt ist – ob man einem Blockbuster-Ausstellung nachjagt oder einfach in eine ruhige Galerie flüchtet, um der Hitze zu entkommen. Weitere Möglichkeiten, in die Kunst und Geschichte der Stadt einzutauchen, finden sich in unserem Leitfaden zu den besten Wegen, Kunst und Geschichte in Paris zu erleben.
Kostenlos am Sonntag, 7. Juni
Das ist das beste Angebot der Woche: Der 7. Juni ist der erste Sonntag des Monats – und das bedeutet freien Eintritt für alle in einer langen Liste nationaler Museen, darunter das Musée d'Orsay mit seiner Renoir-Ausstellung, die Orangerie, das Picasso Museum, das Musée du quai Branly, das mittelalterliche Cluny-Museum, das Guimet-Museum für asiatische Kunst sowie das Arts et Métiers. Das ist eines der großartigsten Kulturschnäppchen in ganz Europa. Zwei Dinge sollte man dabei beachten: Einige dieser Museen verlangen inzwischen eine kostenlose Online-Reservierung für ein bestimmtes Zeitfenster – ein einfaches Erscheinen reicht nicht mehr. Außerdem nimmt der Louvre nicht am Gratis-Sonntag-Programm teil, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
Die andere große Bühne: Cabaret
Paris hat das moderne Cabaret erfunden, und ein Abend in einem dieser Häuser ist pures Theater. Das legendäre Moulin Rouge, die spirituelle Heimat des Can-Can in Montmartre, bietet sein Federn-und-Pailletten-Spektakel mit Champagner ab €125. Wer etwas Gewagtes und Kunstvolles sucht, findet es im Crazy Horse – einer eleganten, avantgardistischen Show aus Licht und Silhouetten ab €122. Das historische Paradis Latin, in einem von Gustave Eiffel selbst entworfenen Theater, ist das Pariserischste von allen – ab €93. Für eine ruhigere Begegnung mit der darstellenden Kunst bietet sich eine selbst geführte Tour durch den prunkvollen Palais Garnier ab €29 an.
Ein Cabaret-Abend lebt ebenso vom Ritual wie von der Show selbst – vom Champagner, der späten Stunde und dem Gefühl, in ein Paris einzutauchen, das sich seit einem Jahrhundert nicht verändert hat. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter, daher lohnt es sich, jenes auszuwählen, das am besten zum Abend passt: das Moulin Rouge für das große Pailletten-und-Federn-Spektakel, das Crazy Horse für etwas Eleganteres und Kunstvolleres, das Paradis Latin für den intimsten und authentisch pariserischsten Rahmen der drei. Wer seinen Abend rund ums Cabaret planen möchte, findet in unserem Paris-Cabaret-Reiseführer einen detaillierten Vergleich der großen Häuser – und für weitere Inspiration nach Einbruch der Dunkelheit geht unser Paris-bei-Nacht-Reiseführer weit über das Offensichtliche hinaus.
In diesem Jahr geschlossen: das Pompidou
Ein wichtiger Hinweis für alle Kunstliebhaber, die einen Paris-Besuch planen: Das Centre Pompidou, das große Museum für moderne Kunst in seinem Gebäude mit nach außen gelegter Konstruktion in Beaubourg, schloss im September 2025 für eine umfassende fünfjährige Renovierung und wird erst 2030 wieder öffnen. Während der Bauarbeiten werden Teile der Sammlung an Partnerstandorten in der ganzen Stadt gezeigt – es lohnt sich also zu prüfen, was als Leihgabe zu sehen ist. Das Hauptgebäude selbst bleibt jedoch vorläufig geschlossen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die besten Kunstausstellungen in Paris gerade jetzt?
Die Highlights vom 1. bis 7. Juni 2026 sind Renoir and Love im Musee d'Orsay und die Calder-Retrospektive in der Fondation Louis Vuitton, ergänzt durch die Dauersammlungen im Louvre, der Orangerie und dem Picasso Museum.
Welche Pariser Museen sind diese Woche kostenlos?
Am Sonntag, dem 7. Juni, dem ersten Sonntag des Monats, sind viele nationale Museen für alle kostenfrei zugänglich, darunter das Musee d'Orsay, die Orangerie, das Picasso Museum, das Musee du quai Branly, das Cluny und das Arts et Metiers. Für einige ist im Voraus ein kostenloses Zeitfenster online zu buchen. Der Louvre ist nicht Teil des Programms.
Ist das Centre Pompidou geöffnet?
Nein. Das Centre Pompidou schloss im September 2025 für eine umfassende Renovierung und soll 2030 wiedereröffnet werden. Teile der Sammlung werden während der Schließung an anderen Standorten gezeigt.
Wie buche ich den Louvre und das Musee d'Orsay?
Beide Häuser arbeiten mit Zeitfensterkarten und sind häufig ausgebucht, besonders im Sommer – daher ist eine Vorabreservierung unbedingt empfehlenswert. Aktuelle Verfügbarkeiten prüfen und Tickets für den Louvre, das Orsay und die anderen großen Museen können Sie bei tickadoo buchen.
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